Evangelische Kirche in Offenbach

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Evangelische Lutherkirche

Über die Kirche

Altarraum der Lutherkirche OffenbachAltarraum der Lutherkirche Offenbach

Die Evangelische Lutherkirche liegt im südlichen und südöstlichen Teil der Offenbacher Innenstadt.

Ein großer Schwerpunkt mit Tradition in der Arbeit der Lutherkirche ist die Kirchenmusik. Das Spektrum reicht hierbei vom musikalischen Angebot für Kinder im Babyalter über Chöre für verschiedene Alterstufen bis hin zu Konzerten und Gottesdiensten mit besonderer kirchenmusikalischen Ausgestaltung.    

Mit der Einweihung der Lutherkirche im Jahre 1914 war für den Südbezirk und den Südostbezirk der "vereinigten evangelisch-protestantischen Kirchengemeinde Offenbach a.M." eine gemeinsame Kirche entstanden. Im Jahre 1920 wurden aus den bisherigen Gemeindebezirken der Offenbacher Gesamtgemeinde nun selbstständige Gemeinden. Somit beherbergte die Lutherkirche zwei verschiendene, voneinander unabhängige Kirchengemeinden: die Luthergemeinde Süd und die Luthergemeinde Südost.

Im Zuge des Wachstums Offenbachs im Süden der Stadt vergrösserte sich fortlaufend auch die Gemeindegliederzahl der Luthergemeinde-Süd. Daher wurde im Jahre 1928 der "Markus-Bezirk" als Aussenbezirk abgliedert und im Jahre 1937 zur selbstständigen Gemeinde, der Evangelischen Markusgemeinde, erklärt. Entsprechend entstand ab dem Jahre 1934 die Evangelische Lukasgemeinde in Tempelsee, ebenfalls zunächst als Seelsorgebezirk der Luthergemeinde Süd und dann später als eigenständige Gemeinde.

Mitte der fünfziger Jahre wurde wiederum eine Neueinteilung der Bezirke der Offenbacher Kirchengemeinden erforderlich. So wurde unter anderem 1956 aus dem südlichen Teil der Luthergemeinde Süd die Paul-Gerhardt-Gemeinde gebildet. Gleichzeitig wurde der verbleibende Teil der Luthergemeinde Süd mit der bisherigen Luthergemeinde Südost zu einer Gemeinde, der Luthergemeinde, fusioniert.

Seit 2014 ist die Lutherkirche ein Gottesdienstort der Mirjamgemeinde.

Über die Kirche

Das architektonische Konzept und die Planung der Lutherkirche stammen von Friedrich Pützer (1871-1922), der in Darmstadt an der Technischen Hochschule ordentlicher Professor für Städtebau und Kirchenbau und zugleich Kirchenbaumeister der Evangelischen Kirche im Großherzogtum Hessen war.

Die Lutherkirche präsentiert sich in ihrem Äußeren kaum als charakteristischer Kirchenbau im üblichen Sinn. So besitzt sie keinen eigenständigen Kirchturm und steht nicht isoliert sondern ist in die umliegende Bebauung der Waldstraße eingebunden. Im Gegensatz zu den reich gegliederten Fronten der damaligen Nachbarhäuser hat die Fassade der Lutherkirche einen nahezu profanen Charakter.

Pützer konzipierte das Gebäude für die Lutherkirche nicht einfach als eine Kirche, sondern als eine "Gruppenanlage". So entstand ein Gemeindezentrum für zwei Gemeinden, das im Obergeschoss den Kirchenraum, im Erdgeschoss einen Gemeindesaal mit Bühne und zwei Konfirmandensäle enthält, sowie weitere kleinerer Räume zur beliebigen Verwendung, die Amtsräume und die Wohnungen für die beiden Pfarrer sowie zwei Küsterwohnungen, alles unter einem Dach.

Beim Betreten des "burgähnlichen" Gebäudes fallen zunächst einmal die Jugendstilornamentik, die warme Farbgebung und die reichliche Verwendung von Holz auf. Pützer bediente sich bei der Gestaltung des Raumes weder demonstrativer Prachtentfaltung noch einer Formenwelt, die sich "allein" aus ihrer Funktion heraus bestimmt. Es gelingt ihm vielmehr, mit sparsamen Mitteln einen atmosphärischen und zweckgebundenen Raum zu schaffen.

Bei der Renovierung der Lutherkirche im Jahre 1957 wurde unter anderem die inzwischen dunkel und unansehlich gewordene Jugendstil-Bemalung durch ein "freundliches Hellgrau" übermalt, "überflüssige" Verzierungen und Dekorationen entfernt sowie der Altarraum neu gestaltet. Mit der Restaurierung der Lutherkirche in den Jahren 1983/1984 wurde bis auf wenige Ausnahmen wieder die Ausgestaltung von 1914 hergestellt. 

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